State of Weiterbildung 2026: So gut sind Unternehmen wirklich aufgestellt
Shownotes
„Weiterbildung ist günstig geworden. Nicht zu lernen wird teuer.“ Deutschland spricht über Future Skills, KI, Fachkräftemangel und Transformation. Doch wie gut sind Unternehmen wirklich aufgestellt, wenn es um Weiterbildung geht? In dieser Folge von „Wissen kompakt“ spricht Leslie mit Thomas Mück, CEO der TÜV NORD Akademie, über die Ergebnisse der aktuellen TÜV-Weiterbildungsstudie 2026 – diesmal aus unternehmerischer Perspektive.
Gemeinsam diskutieren sie:
- Warum Weiterbildung in vielen Unternehmen zwar wichtig klingt, aber strategisch oft nicht verankert ist
- Weshalb besonders kleine und mittelständische Unternehmen unter enormem Druck stehen
- Warum KI-Kompetenz gerade erst am Anfang steht
- Und weshalb Lernen heute mehr ist als Seminare und Zertifikate
Dabei geht es nicht nur um Zahlen, sondern um die entscheidende Frage: Wie schaffen Unternehmen eine echte Lernkultur – und was braucht es dafür wirklich?
Highlights der Episode & Kapitelmarken
04:24 – State of Weiterbildung 2026: Aufbruch oder Zurückhaltung?
- Warum die Stimmung in Unternehmen aktuell „diffus“ ist
- Wirtschaftsdruck, Unsicherheit & knappe Ressourcen
06:10 – Das eigentliche Problem: Fehlende Strategie
- Warum Weiterbildung oft nicht strategisch eingebunden wird
- Die größte Herausforderung deutscher Unternehmen
07:11 – Die ersten Schritte zu einer Weiterbildungsstrategie
- Quick Wins für Unternehmen
- Warum Unternehmensgröße eine entscheidende Rolle spielt
09:04 – Führung als unterschätzter Future Skill
- Warum Leadership heute wichtig- Aufzählungs-Texter ist denn je
- Vier Generationen gleichzeitig führen
11:40 – KI-Kompetenz: Große Erwartungen, große Lücken
- Warum viele Unternehmen KI nutzen, aber kaum qualifizieren
- Weshalb KI mehr ist als nur bessere Texte schreiben
16:11 – Die wahre Stärke von KI im Arbeitsalltag
- Automation, Assistenz & Wissenszugang
- Das Beispiel aus der Kfz-Werkstatt
20:20 – Future Skills & Soft Skills im technischen Umfeld
- Warum Kommunikation und Empathie keine Nebenthemen mehr sind
- Führungskultur als Schlüssel zur Transformation
25:36 – Präsenz vs. Online-Lernen: Wohin entwickelt sich Weiterbildung?
- Warum Lernen in Gruppen wichtig bleibt
- Die Zukunft von Blended Learning
30:24 – Wird wirklich zu wenig Geld für Weiterbildung ausgegeben?
- Warum Lernen heute günstiger geworden ist
- Weshalb die Budgetzahlen differenziert betrachtet werden müssen
32:36 – Wie wird Weiterbildung überhaupt messbar?
- Weiterbildung zwischen Compliance & Wertschöpfung
- Warum Lernen Zeit braucht, um Wirkung zu entfalten
35:10 – Wem gehört Weiterbildung eigentlich?
- Warum Eigenverantwortung künftig wichtiger wird
- Employability statt reiner Mitarbeiterbindung
37:20 – Die Vision der TÜV NORD Akademie
- Weiterbildung für vier Generationen
- Warum Bildung moderner, flexibler und relevanter werden muss
Gast Thomas Mück CEO der TÜV NORD Akademie
Links & Ressourcen 📘 TÜV-Weiterbildungsstudie 2026 🎓 Weiterbildungsangebote der TÜV NORD Akademie: Zum Webshop
Weiterführende Themen aus der Folge Weiterbildung 2026 KI-Kompetenz in Unternehmen Lernkultur & Leadership Fachkräftemangel & Employability Future Skills & Generationenmanagement Blended Learning & digitale Weiterbildung
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Transkript anzeigen
00:00:00: Wir haben heute das erste Mal die Situation in unserer Gesellschaft, dass bis zu vier Generationen gleichzeitig im Arbeitsalltag stehen und da muss ich auch als Führungskraft natürlich sehr virtuos diese drei Generationen auch unterschiedlich anfassen dürfen.
00:00:17: Das ist ein Skillzett, das kann man lernen aber das wird landläufig eigentlich nicht beigebracht.
00:00:22: Manche können das gut andere weniger gut und da setzt zum Beispiel auch Training gut an.
00:00:29: Wissen
00:00:30: Kompakt, TÜV Nordakademie im Besprech.
00:00:33: In unserem Podcast für berufliche Weiterbildung diskutieren wir mit Expertinnen und Experten aktuelle Herausforderungen, wichtige Fragen und aktuelle Trends.
00:00:42: Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Wissenkompakt!
00:00:45: Schön, dass ihr wieder dabei seid.
00:00:47: Wie ihr vielleicht den Statement schon ungenommen habt auch in dieser Folge wird es um die Weiterbildungsstudie gehen aber mit einem etwas anderem Blick.
00:00:53: In der letzten Folge mit dem TÜV-Verband ging es ganz stark um die große Perspektive, wo steht Deutschland in Sachen Weiterbildung?
00:01:00: Wir haben viel eingeordnet und haben uns gefragt, welche politischen und gesellschaftlichen Trends gerade die Weiterbildung prägen.
00:01:07: Und heute möchten wir den Blick ein Stückchen näher ranholen!
00:01:10: Wir wollen weg von der reinen Einordnung hin zu der Frage – was heißt das alles eigentlich konkret für
00:01:16: Unternehmen?!
00:01:17: Denn Studien und die Studienergebnisse sind das eine.
00:01:19: Die eigentliche Herausforderung beginnt ja meistens erst danach, wenn aus Zahlen Entscheidungen werden sollen.
00:01:25: Wenn man sich fragt wo müssen wir anfangen?
00:01:28: was ist wirklich wichtig?
00:01:29: Und woran merkt man eigentlich dass Weiterbildung nicht nur angeboten sondern auch wirksam wird!
00:01:34: Genau darüber spreche ich heute mit Thomas Mück einer der beiden Geschäftsführer der TÜV Nordakademie.
00:01:39: Bevor er zur TÜV Nordakademie kam, hat er bei der Wirtgruppe die globale Weiterentwicklung von Lern- und Qualifizierungsprogramm verantwortet.
00:01:46: Und damit bereits früh maßgeblich geprägt wie moderne Weiterbildungen in Unternehmen funktionieren sollte.
00:01:53: Bei der TÜv Nordakademie will Thomas insbesondere Themen wie Digitalisierung, innovative Lernmodelle sowie flexible Lernform vorantreiben
00:02:00: –
00:02:00: also jemanden, der die Branche seit Jahren begleitet und sehr genau weiß, wie Unternehmen auf Weiterbildung blicken und was sie sich wünschen!
00:02:07: Und mit ihm möchte ich heute tiefer einsteigen.
00:02:10: In die Unternehmensperspektiven, in die Haltung der Akademie und in die Frage was das State of Weiterbildung gerade wirklich ist.
00:02:18: Und damit herzlich willkommen Thomas!
00:02:19: Schön dass du da bist.
00:02:21: Wir beginnen den Podcast gerne mit einer Eisbrecherfrage und zwar wollen wir von dir ein bisschen persönlich wissen wie lernst Du eigentlich am besten oder was es Deine Lieblingslernmethode gerade dann wenn Du Dich in neue Themen einarbeiten möchtest?
00:02:34: Bist Du eher der strukturierte Lerner oder bist Du ein höhrender Lerna?
00:02:38: Das ist eine spannende Frage.
00:02:39: Jetzt bin ich ja nun schon etwas älter, das heißt Lernen hat sich bei mir über die Jahre gewandelt.
00:02:45: Ich bin natürlich klassisch konditioniert worden mit den ganz normalen Büchern und den klassischen Mitlehrmethoden.
00:02:51: zu meiner Schulzeit galt das Thema Lernen mit Karteikarten als neu.
00:02:55: Das ist zum Beispiel an mir nie hängen geblieben und ich habe mich auch immer schwer getan mit auswendig lernen.
00:03:01: Deshalb ist die neue Art des Lernens, wie sie sich jetzt einstellt mit audiovisuellen Themen auch durch Podcast zum Beispiel.
00:03:10: Natürlich voll in meiner Dimension wo ich sage da lerne ich gerne und jetzt in den letzten Monaten möchte ich fast sagen habe ich durch das Thema Sprache und KI einen völlig neuen Zweig für mich entdeckt.
00:03:24: Ich fahre sehr viel Auto berufsbedingt, um.
00:03:26: anstatt mir ein Podcast anzuhören unterhalte ich mit der Sprachversion von Chatchi
00:03:31: B.T.,
00:03:32: da ergibt sich dann ein dialogisches Lernen – und das finde ich total toll!
00:03:37: Es ist ja ähnlich wie wenn man was gelernt hat oder wenn man sich mit jemandem austauschen möchte.
00:03:41: Das ist in dem Fall auch eine KI die sich gut in eine Diskussion einbringen kann.
00:03:46: Es ist eine perfekte Verbindung von Neuertechnologie und glaube ich auch Alt-Gelernte, weil das Unterhalten und Dialog ist ja auch immer das, wo man früher auch immer gut mit gelernt hat und gefahren ist.
00:03:57: Wenn wir ehrlich sind, da kommen ja auch her.
00:03:58: Also in der grauen Vorzeit bevor es den Buchdruck zum Beispiel gab wurde Wissen genauso vermittelt durchhören und erzählen.
00:04:08: Und hier haben wir nichts anderes vor allen Dingen in Bereichen wo die Regeln klar sind also zb im Rahmen von Gesetzen oder von Normen In unserem Fall.
00:04:17: Da ist alles definiert und die KI gibt ja oder reagiert nur auf das was ohnehin schon da ist.
00:04:22: sie muss nicht großartig interpretieren Das ist wirklich sehr einfach in meinen Augen.
00:04:28: Absolut, da verbinden wir quasi Vergangenheit und Zukunft.
00:04:31: So ist es?
00:04:33: Gute Überleitung eigentlich!
00:04:34: Wir haben in der letzten Folge bereits über die Weiterbildungsstudie im Jahr zwanzig sechsundzwanzig gesprochen und da wurde in dem Zuge auch ein Blick in die Zukunft geworfen.
00:04:42: was sind die Trends?
00:04:43: wo müssen wir eigentlich noch mal ein bisschen reinsetzen?
00:04:45: KI war da auch ein Thema.
00:04:47: wir sind mitherausgeber der Weiterbildung.
00:04:49: Studie Ist eigentlich gerade die aktuelle Stimmung in deutschen Unternehmen, wenn wir das Thema Weiterbildung ansprechen.
00:04:58: Ist da Aufbruch oder eher Zurückhaltung?
00:05:01: Das ist extrem diffus.
00:05:03: das Bild an der Stelle.
00:05:04: es kommt sicherlich auf die Unternehmensgröße drauf an Und es kommt darauf an, wo der Fokus draufgelegt wird.
00:05:10: Zusätzlich ist ein Großteil der Industrie extrem unter Umsatzdruck und Ergebnisdruck – wir lesen das Land auf, Land ab von Entlassungen, Insolvenzen
00:05:19: etc.,
00:05:20: dementsprechend sind die Budgets natürlich sehr begrenzt.
00:05:24: Auf der anderen Seite muss man aber gestehen dass vor allem im digitalen Raum die Kosten für Lernen extrem gesunken sind, d.h.
00:05:31: Lernen ist günstig geworden.
00:05:32: an dieser Stelle Was nach wie vor einen gewissen Preis hat, ist das Lernen in Präsenz.
00:05:38: Dementsprechend kommt es echt drauf an was man gerade benötigt.
00:05:43: alles was eine Regulatorik hat.
00:05:45: überall wo Compliance ein Thema ist dort wird nach wie Vor Geld ausgegeben weil es ausgegeben werden muss.
00:05:50: Alles was nice to have is oder auf die Zukunft eventuell einzahlt Ist ein maybe oder ein kann.
00:05:57: Dementsprechend ist es vor allen Dingen wichtig, hier in den Dialog mit den jeweiligen interessierten Parteien zu gehen und zu vermitteln welches Thema gelernt werden möchte was auf die Strategie einzahlt.
00:06:09: Und was mittelfristig Erfolg verspricht?
00:06:11: Ich glaube die Fuß ist da ein guter Punkt gerade unserer heutigen Gesellschaften so viele Themen die eine gewisse Wichtigkeit haben.
00:06:20: von Future Skills wird oft gesprochen aber es gibt auch gleichzeitig eben technische Themen wo man sich eben auch darin ausbilden muss wie du schon gesagt dass wichtig ist, einfach zu wissen wo der Fokus gesetzt wird.
00:06:30: Und um einer richtigen Fokus zu setzen braucht man entsprechend ja auch eine Strategie, eine strategische Einordnung, wo den Weiterbildung auch relevant ist und wo sie eingesetzt werden muss.
00:06:39: Die Ergebnisse der Weiterbildungsstudie haben aber ergeben das genau das Problem es.
00:06:45: Es fehlt eigentlich nicht an dem Bewusstsein in den meisten Unternehmen Weiterbildung wichtig ist.
00:06:51: Was fehlt, ist die Strategie dahinter also eine strategische Einbindung von Weiterbildung.
00:06:57: und diese Strategielücke war auch ein großes Thema in der vergangenen Folge mit dem TÜV-Verband wo wir ja auch ein bisschen intensive über die Zahlen gesprochen haben.
00:07:05: jetzt wollen wir mal ein bisschen konkreter werden.
00:07:06: wenn du jetzt mit einem Unternehmen sprechen würdest und das sagt Thomas ich weiß weiter Bildung ist wichtig aber ich weiß nicht wo ich anfangen soll was wären denn die ersten Schritte beziehungsweise die quick wins um da Weiterbildung mal voranzubringen.
00:07:20: Das ist eine gute Frage, es kommt v.a.
00:07:22: auf die Unternehmensgröße drauf an.
00:07:24: also wie viele Menschen sind denn überhaupt auszubilden in den jeweiligen Skills?
00:07:32: Statistisch gut gewählte Größe ist fünf Personen aufwärts.
00:07:36: Dort lohnt es sich eine Kohorte zu bilden und in einem geschlossenen Raum zu trainieren, alles was weniger als fünf ist.
00:07:43: da lohnt das sich natürlich zur Anbietung wie uns zu kommen und in offene Seminare zu gehen.
00:07:48: also das ist das erste Differenzierungsmerkmal.
00:07:50: Das Zweite ist natürlich, wie es meine individuelle Strategie.
00:07:54: Also was möchte ich als Unternehmens erreichen?
00:07:56: Möchte ich mehr Umsatz?
00:07:58: Möhchte ich auf die Zukunft, auf neue Technologien ausgerichtet sein?
00:08:02: Habe ich vielleicht aufgrund von Abweichungen in Audits ein Delta da sich schließen muss?
00:08:07: Ich muss wissen warum ich diesen Trainingsimpuls setzen will und... nochmal mit dem Verweis auf die Unternehmensgröße.
00:08:14: Konzerne können, sowas natürlich ganz anders abhuffern.
00:08:18: Weil in dem Moment wo derjenige welchem Training sitzt fehlt er die Arbeitsleistung.
00:08:22: wenn ich aber zum Beispiel ins deutsche Handwerk reinschaue haben wir rund eine Million Handwerksbetriebe mit durchschnittlich sechs Mitarbeitenden.
00:08:30: Wenn dort also eine Person fehlt dann fehlt mir sofort signifikant die Arbeits Leistung und deshalb ist vor allen Dingen in diesem KMU Bereich Im Schnitt werden dort ein bis zwei Tage pro Jahr, pro Person in Bildung investiert.
00:08:46: Muss ich mich ja auch und muss ich mir die Frage stellen an dem Ende.
00:08:50: Mache ich das für ein Compliance oder ein regulatorisches Training?
00:08:54: Oder mache ich das wirklich für einen Skill der auf die Zukunft einzahlt?
00:08:58: Und das sind Gespräche, die wir am Ende erst einmal führen und gar nicht so sehr Welches Training, sondern kann ich es mir überhaupt erlauben?
00:09:08: Die Personen aus dem Arbeitsalltag rauszunehmen damit sie wie gesagt auf meine Strategie oder mein Problem einzahlen.
00:09:14: Dann erst geht man auf diesen skillbasierten Ansatz zu sagen ja um welchen Skill handelt sich denn und welchen muss ich an der Stelle trainieren?
00:09:22: das ist auch sehr unterschiedlich.
00:09:25: im technischen Bereich muss man sich natürlich entlang der technologischen Entwicklung entlang hangeln
00:09:30: absolut
00:09:32: Im unternehmerischen Kontext ist es aber oftmals eine Frage von Führung.
00:09:36: Ja, Führum ist ein extrem wichtiges Instrument heute mehr denn je weil dieser war for talents ist ja schon bei weitem kein war for talent mehr.
00:09:45: das geht ja gar nicht mehr um talent.
00:09:47: es geht hier überhaupt erst mal im körper und fleißige hände dass ich die halte.
00:09:51: daher ist hier Führungen wichtig und wir wissen auch über den letzten jahre Jahrzehnte nicht jede Führungskraft die Quarposition damals Führungskraft geworden ist, hat über die Jahre das Handwerkszeug weitergestaltet um in einem Kontext wie heute vier Generationen von Menschen führen zu können.
00:10:10: Wir haben heute das erste Mal die Situation in unserer Gesellschaft, dass bis zur Viergeneration gleichzeitig im Arbeitsalltag stehen und da muss sich auch als Führungskraft natürlich sehr virtuos diese drei Generationen unterschiedlich anfassen dürfen.
00:10:27: Das ist ein Skillzett, das kann man lernen aber das wird landläufig eigentlich nicht beigebracht.
00:10:33: Manche können das gut, andere weniger gut und da setzt zum Beispiel auch Training gut an.
00:10:37: Generationsmanagement ist einfach ein großes Thema was mitunter, wenn man es jetzt in einem großen Rahmen der Future Skills packt, auch einfach ein Zukunftsthema.
00:10:50: gerade Kommunikation über Generationen weg ist glaube ich etwas was nicht unbedingt der technischen Zukunft in Verbindung steht, aber da kommen wir auch später gleich noch mal dazu.
00:11:02: sich technisch auszubilden ist nicht das einzige was in der Zukunft einen weiter bringt.
00:11:07: Ein Punkt der auch bei der Weiterwertungsstudie besonders fokussiert wurde war das Thema der künstlichen Intelligenz und in diesem Zuge waren die Ergebnisse man könnte sagen ziemlich überraschend denn sie haben eine Lücke aufgezeigt.
00:11:20: Denn jedes zweite Unternehmen nutzt bereits KI Aber fast die Hälfte sieht keinen weiteren Weiterbildungsbedarf.
00:11:27: Da fragt man sich natürlich, warum ist das so?
00:11:30: Beziehungsweise auch die Frage wird denn davon ein Unternehmen eine Gefahr unterschätzt?
00:11:36: Wie siehst du das?
00:11:37: Also ich sehe KI nicht als Gefahr.
00:11:39: KI ist ein weiteres Werkzeug
00:11:43: Aber es ist eine Gefahr, sich nicht daran weiterzubilden?
00:11:45: Das ist korrekt.
00:11:46: Und hier ist aber auch die Frage, welche Art von Weiterbildung braucht es.
00:11:50: Wir sehen das im Moment in Diskussionen, dass wir natürlich ein Komplexthema haben, Datenschutz
00:11:54: etc.,
00:11:57: auch durch Weiterbildung erst einmal genommen hat, dann driftet das sehr schnell in so einer Art How-to Geschichte ab.
00:12:05: Also sprich zeigt mir wie die prompt sind und dann kopieren die Menschen nun noch die Prompte.
00:12:11: also da geht es nur noch um eine Anwendung.
00:12:14: ich glaube was wir verstehen müssen sind die verschiedenen Dimensionen der KI also analytisch generativ agentic AI unter dieses ganze Medium so neu ist, existiert halt auch sehr wenig Content dazu.
00:12:28: Also Lernen orientiert sich ja immer an dem Content der Vorhanden ist.
00:12:32: also es muss irgendwo Wissen da sein um es zu verteilen und die KI als solches wie wir sie im Arbeitskontext jetzt kennen ist ja mal gerade starke zwei Jahre alt und innerhalb dieser zwei Jahre hat sich einfach dieses Wissen um die Anwendung noch gar nicht wirklich aufbauen können.
00:12:50: Und ich habe in einem anderen Dialog mit einer Person ganz zu Anfang von KI mal diskutiert, ob wir dazu Trainings aufsetzen und das Statement war ach Thomas lasst es sein damit befriedigst du nur die Neugier einzeln nach.
00:13:05: Das stimmt nicht, oder?
00:13:06: Doch.
00:13:07: Original!
00:13:08: Und dann habe ich auch gesagt, wow hier trifft alte Welt auf neue Welt.
00:13:12: und ich möchte jetzt nicht sagen dass wir damals die möglichen Einsatzszenarien von KI schon gesehen haben aber es war einfach ein neues Werkzeug ähnlich wie die Microsoft Office Tools irgendwann mal neu waren.
00:13:28: Wenn man als Bildungsträger Seminare aufsetzt, gerade in solchen neuen Themen ist das auch immer eine Wette in die Zukunft und die geht nicht immer auf.
00:13:37: Also ich glaube wenn mir zehn solche vergleichbaren Themen geben würden dann... gehen vielleicht nur zwei oder drei wirklich auf und der Rest geht an den Rand.
00:13:47: Also es gibt nicht die perfekte Idee, wenn man ein Bildungsprodukt aufsetzt.
00:13:51: Es gibt nur einen, der Engländer würde sagen, educated guests also ein gutes Ratespiel wo man sagt man kann gewisse Dinge ausschließen und daher das ganze verdichten.
00:14:03: Mir war klar und auch meinen Teams in der Vergangenheit war klar, dass das Thema KI ein wichtiges Werkzeug wird.
00:14:09: Und auch hier wieder die Frage wozu nutzt man es?
00:14:11: Du hast die Zahlen schön genannt also... Jedes zweite Unternehmen setzt KI ein, wenn man aber tiefer rein schaut.
00:14:17: Die meisten setzen es nur für Text ein also das schnellere Beantworten von E-Mails Das bessere Schreiben von Werbetexten Von Vorwort und so weiter.
00:14:28: Aber das ist nicht wirklich einen KI Einsatz.
00:14:31: die wahre Kraft der KI kommt wirklich in der Automation In der Autonomie in dem verschatteten Arbeiten.
00:14:40: Das wird sich alles noch zeigen, also die Tools sind da aktuell ja noch im Besserwerden.
00:14:45: Aber wir haben hier noch einen Weg vor uns und deshalb ist es auch schwierig dort passende Lernprogramme aufzusetzen im Moment weil wir gar nicht wissen welches müssen wir vermitteln sollen.
00:14:57: aber Die Grundlagen sind wichtig und da bin ich bei dir das ist eine Gefahr wenn ich als Unternehmen Hier nicht die Grundlagen bereits vermittel und die Ängste.
00:15:07: die meisten Mitarbeitenden haben einfach nur Berührungsängste vor diesen neuen Tools.
00:15:11: Wenn ich diese nicht nehme, dann gerate ich ins Hintertreffen.
00:15:15: also es ist im Moment das geflügelte Wort dass ja überall umhergeht und da stimme ich auch zu.
00:15:19: Es wird niemand durch KI ersetzt werden aber man wird durch Menschenersetz die mit KI arbeiten.
00:15:26: Absolut!
00:15:27: Ich glaube da ist auch das große Stichwort Befähigung.
00:15:30: Es geht eben nicht darum, dass jeder zum KI-Expert wird.
00:15:34: Aber einfach das Wissen darüber was KI kann ist schon mal der erste Schritt dahin die Hürden abzubauen und auch mal ein bisschen etwas auszuprobieren.
00:15:42: Und wenn es auch dieser erste Schritt ist erst einmal seine Texte, seine E-Mails mit KI zu optimieren, kann das eben auch eben an der ersten Schritt sein dann später vielleicht mal einen Agenten aufzubauen oder sich noch mal intensiver mit zu beschäftigen?
00:15:54: Richtig!
00:15:55: Und vor allen Dingen kann KI auch vor allen Dingen helfen, das relevante Wissen dann wieder zu suchen.
00:16:05: Ja also ich mache hier ein Beispiel auf zum Beispiel aus der KFZ-Branche.
00:16:08: einen KFz-Mechaniker hat vor fünfundzwanzig Jahren an einem Verbrenner gelernt in der Lehre wie er eine Kupplung tauscht.
00:16:16: so Und eine Kupplung ist ne Kuppelung.
00:16:19: In der Regel ist die mehr oder weniger gleich.
00:16:21: so, über die Jahre immer mehr Modelle, immer mehr Hersteller, vielleicht Spezifitäten ... Kupplungen sind dann doch nicht nur Kupplungen, sondern kommen Doppelschaltgetriebe und was nicht alles.
00:16:32: Auf einmal wird das alles sehr komplex.
00:16:36: Die Lehre hat für diesen Menschen aber irgendwann mal aufgehört.
00:16:39: Er ist ja nicht konstant in der Lehre.
00:16:40: Der hat seine Lehre abgeschlossen, er hat sein Meister gemacht.
00:16:44: So, wo kommt jetzt das relevante Wissen über diese neuen Modelle her?
00:16:47: Über diesen neuen Technologien.
00:16:50: Und da kann natürlich KI wunderbar helfen, weil handwerklich hat diese Person das drauf.
00:16:55: Aber welche konkrete Schraube, wo wie anzusetzen zu lösen ist ... Das ist ja Hersteller-spezifisch.
00:17:01: so und wenn ich jetzt zukünftig mit dem Smartphone die Einbausituation abfotografiere Und mir die KI sagt, es handelt sich um die Einbausituation XYZ bei dem Modell ABC.
00:17:14: Du hast auch Folgendes zu achten und vielleicht in der nahen Zukunft durch eine wearable, eine smarte Brille mir dann auch noch in augmented reality angezeigt wird was ich wo wie zu tun habe Dann kann KI an der Stelle wirklich in real time seine wahre Kraft entfalten.
00:17:33: heißt aber, dass ich den Skill um die KI so zu bedienen wie es gerade beschrieben hab.
00:17:38: Den muss ich vermitteln und das kann für jemanden der vielleicht nicht so computerliterat ist oder nicht so intuitiv mit einem Smartphone arbeitet Das muss sich demjenigen beibringen.
00:17:48: Absolut!
00:17:49: Wie benutzt du KI am meisten?
00:17:52: Ich benutze es für Text definitiv, das hilft mir, ich benutze das aber vor allen Dingen für Marktrecherche.
00:17:58: Wenn ich also Zahlen suche, wenn ich Themen suche.
00:18:02: Wenn ich fremde Länder merkte, analysiere ... Da hilft KI natürlich wunderbar.
00:18:08: und im privaten Umfeld zur Identifikation.
00:18:12: Also im technischen Sachverhalten hab die sich mir nicht erschließen, wenn ein Produkt nicht zuordnen kann oder so.
00:18:18: Da ist das mit KI echt wunderbar.
00:18:21: Absolut!
00:18:21: Ich glaube es ist einfach die Erweiterung des ... Damaligen Google, das muss man ja schon fast sagen.
00:18:27: Bevor man da die Frage sucht hat kann man einfach mit der KI sprechen oder es eingeben und man kriegt eine etwas flüssigere Antwort.
00:18:34: so benutze ich KI auch relativ häufig.
00:18:37: Ich möchte nochmal die Brücke schlagen zu dem Mechaniker den du angesprochen hast einen Job der traditionell sehr technisch ist Und wir als TÜV sind auch primär bekannt für die technische Sicherheit.
00:18:50: Das heißt, wir sind sehr stark, ich sage meinen traditionellen Skills, ja, technische Sicherheit, Mechatronik – all das was ja, ich sag mal, sehr haptisch ist!
00:19:02: Jetzt haben wir schon im Podcast darüber gesprochen dass wie viel auch in Richtung Future Skills denken müssen.
00:19:08: Dazu gehören aber auch Kommunikationsskills Sachen, die vielleicht in, ich sagen mal Unternehmen Nicht ein Unternehmen, aber in Werkstätten kamen USTI sehr technisch arbeiten.
00:19:18: Sehr handwerklich arbeiten.
00:19:19: Vielleicht gar nicht so diesen hohen Stellenwert haben.
00:19:22: Sie sind aber für die Zukunft relevant?
00:19:24: Wie schafft man denn da dieses Spagat zwischen auf der einen Seite wir müssen uns technisch weiterbilden, aber auch den Mitarbeitenden dazu zu befähigen solche Future Skills wie Kommunikation Empathie und so weiter mit weiterzulernen.
00:19:40: Wieso das gehen?
00:19:41: Da kommt wieder die Führung ins Spiel, egal wie groß oder kleines Unternehmen ist.
00:19:45: Die Führungen muss das ein Stück weit vorleben und die Fährungen muss es einfordern.
00:19:49: Also ich kann nicht dass eine wollen und dann nicht die Freiräume dafür schaffen einer Form ein Delta oder ein Defizit zu einem gewissen Skill haben.
00:20:00: Und ich als Führungskraft, vielleicht als Firmeneigentümer der Meinung bin das ist ein absolutes Muss und das möchte ich in meiner Firmenkultur so haben dann muss sich diese Lücke auch schließen.
00:20:11: also das kann nur von der Führungen kommen in meinen Augen.
00:20:16: Kannst du ein konkretes Beispiel machen?
00:20:17: wie wird sowas vorgelebt?
00:20:19: Ist denn die Führungskraft öfters mein Weiterbildungsseminar?
00:20:24: Nein, nicht die Führungskräfte in Weitermüllungsseminanten.
00:20:26: Natürlich auch sehr gerne gesehen!
00:20:29: Ich sage mal als Unternehmenseigentümerin habe ich ja eine gewisse Vision was sich in meinem Unternehmen haben möchte und was nicht.
00:20:36: Und wenn also dieser Abgleich gegen dieses Zielbild einfach eine Differenz aufweist dann muss ich mir einen Experten einholen, der diesen Abgleich mit mir gemeinsam tätigt und dann kann man Themen definieren wie man dieses Delta schließt.
00:20:52: Das können Kommunikationsseminare sein, das könnten Führungskräfte-Seminare für die Teamleitenden zum Beispiel sein.
00:20:59: Es kann aber auch einfach nochmal sich die Frage stellen also für sich selber als Führungskraft und als Unternehmenseigentümer die Frage sein, wo will ich denn stehen?
00:21:09: Also was ist im Scope?
00:21:11: und aus dem Scope.
00:21:13: Man sagt ja so landläufig aufm Bau geht's rupig zu.
00:21:16: Ja also ich glaube dass sicherlich es gewisse Berufsbilder gibt, wo Empathie vielleicht jetzt nicht sofort gründlich wichtig ist oder keine Rolle spielt.
00:21:28: Wohingegen gerade in administrativen Bereichen im Büroalltag Empathia eine extreme Rolle spielt.
00:21:35: Stressbewältigung ist ein extremes Thema im Moment.
00:21:39: Die Welt ist so schnelllebig geworden, das erzeugt dann auch wieder Stress.
00:21:44: und durch die Digitalisierung, die ist nicht immer nur ein Segen, sie ist auch manchmal Fluch.
00:21:49: Ich gebe hier ein Beispiel, ich habe mit einem großen Unternehmen gesprochen aus der Pflege, die naturgemäß eine hohe Fluktuation haben, die müssen pro Jahr in Deutschland alleine hundertzwanzigtausend Bewerbungen Siechten bewerten und an Menschen einladen.
00:22:06: So, da war eine ganz interessante Statistik.
00:22:09: Menschen die eine klassische Bewerbung also die alte gute alte Bewerbungsmappe schicken Da war eine Conversion Rate von eins zu drei.
00:22:17: Also jede dritte Bewerbing war brauchbar für diesen Servicestienstmeister.
00:22:22: Das
00:22:22: klingt jetzt mal gut!
00:22:23: Ja und Menschen die sich aber online beworben haben über Portale per E-Mail Über Social Media.
00:22:29: wie auch immer War die Conversion Rate Eins zu Dreizig.
00:22:33: Also das heißt, der Digitalisierung befähigt die Menschen auch mit der Gießkanne ihre Bewerbungen zu verteilen.
00:22:40: Wohingegen Dänige, der seine Bewerbungsmappe physisch ausdruckt sich da wirklich Mühe gibt, dass ihnen Umschlagpakt schickt, entscheidet sich bewusst für diese Bewerbing dort wo er sich beworben hat.
00:22:52: Was ich damit sagen will, ist ... Ich muss als Unternehmen einfach für mich definieren.
00:22:56: Wie will ich denn sein?
00:22:57: Wo will ich sein?
00:22:58: Wie will positioniert sein?
00:23:00: Und da leiten sich natürlich auch viele dieser Softskills draus ab und manche Softskill sind dann halt nicht im Scope.
00:23:06: Dann spielt vielleicht Empathie keine Rolle wobei in den meisten Fällen wollen die Menschen ja empathisch behandelt werden.
00:23:12: Das stimmt, ich glaube es ist einfach das gegenseitige Miteinander.
00:23:16: Aber dafür braucht man ja auch nicht unbedingt ein Seminar.
00:23:18: Es liegt vielleicht auch intrinsisch jemandem drin, ob man gut mit jemanden besprechen kann oder nicht?
00:23:22: Korrekt!
00:23:23: Kommen wir zum Thema persönlicher Austausch.
00:23:26: Die Weiterbildungsbranche entwickelt sich ja auch zunehmend digitaler.
00:23:30: Es ist auch nicht mehr nur zunehmt, sondern Digitalisierung ist da schon nix angekommen.
00:23:35: Es gibt so viele Online-Seminarangebote – es wirkt schon fast als hätte man ein Netflix der Weiterbildungspranche für sich aufgebaut!
00:23:43: Patrick Gellreuth am TÜV-Verband hat in der letzten Folge aber davor gewarnt.
00:23:47: Er hat ein bisschen davor gewarnt und gesagt, dass wir hier keinen Online-Seminar, ich zitiere, Zunami bekommen und da überrollt werden und setzt da eher auf Qualität statt Quantität.
00:23:58: Wie siehst du das?
00:23:59: Siehst du auch diesen Trend weg vom persönlichen Austausch von Präsenzseminaren?
00:24:05: Singsweise glaubst du, dass das der richtige Weg ist?
00:24:09: Ich schlage ungern die Analogie zu dieser Covid-Zeit, aber ich glaub hier passt es ganz gut.
00:24:13: Ja?
00:24:14: Wenn COVID waren wir ja angehalten ... Wir waren alle Präsenzanbieter damals am Markt von jetzt auf gleich in den digitalen Raum zu wechseln.
00:24:21: Egal ob synchron oder asynchron also eLearning oder in irgendeiner Form virtuelles Webinar.
00:24:28: und es hat durch COVID hinweg aber auch geschuldet durch die Homeoffice-Situation ein gewisser digitaler Verdruss, so eine Zoomverdieg hat man sie damals genannt eingesetzt.
00:24:39: Wir haben unter Akademieleitenden damals so indirekt wetten abgeschlossen, wird sich lernen jetzt komplett in den digitalen Raum verlagern.
00:24:48: Es gab die Hardliner, die gesagt haben ja das wird zu hundert Prozent da hingehen andere waren im Bereich der hohen siebzig-achtzig Prozent.
00:24:55: Ich für meinen Teil bin der Meinung und deshalb eben auch die Analogie hin zur guten alten Zeit als man also vor der Buchdruckerei durch Reden und Zuhören Wissen vermittelt hat.
00:25:05: Ich bin der Meinung, war ich damals schon und da stehe ich auch heute zu.
00:25:09: Dass so zwanzig bis dreißig Prozent das wird die Realität sein vielleicht vierzig Prozent aber alles darüber hinaus wird im Raum passieren.
00:25:17: wir haben Empathie eben angesprochen.
00:25:19: Menschen brauchen Wärme brauchen Nähe.
00:25:21: Wir lernen in der Gruppe Und digital ist nicht Lernen in der gruppe.
00:25:26: Ja Messeveranstalter hatten ja unwahrscheinliche Bedenken, ob das Thema Messe je wieder zurückkommen wird.
00:25:33: Wenn man sich heute die großen Messe Veranstalte anschaut, die haben einen extrem guten Zulauf wieder also von daher der Mensch möchte in der Regel In der Gruppe sein, in der Grupe heißt Präsenz.
00:25:45: allerdings muss man halt auch schauen welche Formate eignet sich zur Präzenz?
00:25:49: und vor Covid gab es immer diesen Begriff des blended learning.
00:25:54: Ja, das war so ein Modebegriff meiner Zeit lang.
00:25:55: Und ich glaube heute sind wir an einem Punkt angekommen wo wir True Blended Learning haben.
00:26:00: Wo wir also mit digitalen Impulsen die Teilnehmenden vorbereiten.
00:26:05: Dann kommen wir in eine kurze knackige Präsenzphase Die heute ein bisschen kürzer ist als früher und dann können wir mit digitalem Angebot nochmal nachreichern Und somit den Lernen konstant mit Wissen versorgen und das Wissen dann aktuell halten.
00:26:20: Das sehe ich als große Chance, was in der letzten Folge benannt wurde, haben wir qualitativ hochwertiges Lernen.
00:26:28: Dann sind wir als Hybridaranbieter auch wirklich der wertige Partner für unsere Kunden.
00:26:35: Ich glaube da macht es die Mischung einfach wie du es schon gesagt hast.
00:26:41: Es geht nicht darum ... nur Online-Siminare anzubieten oder nur Präsenz-Seminare anzubieten.
00:26:47: Der Bedarf ist einfach für beides da und entsprechend ist der Kreislauf, den man dann halten muss von fangen online an, gehen darüber zu einem Präsent-Sibinar und versorgen weiter auch das was in Zukunft dann ja auch halten wird.
00:27:02: und ja auch muss man ehrlicherweise auch die Teilnehmenden auch dabei halten wird einfach ihr Wissen weiter zu erweitern.
00:27:09: Ich mache ein weiteres Beispiel auf Netflix, Amazon Prime, diese ganzen Streaming-Anbieter haben ja ab und zu diesen Lucky Punch.
00:27:19: Wo man von so einem ... Im Englisch spricht man vom Binge Watching also wo man irgendeine Serie hat und sie fesselt einen der Maßen dass man Folge nach Folge
00:27:26: staffen kann
00:27:28: und auf einmal ist es nachts vier Uhr ne?
00:27:29: Und man weiß gar nicht wo die Zeit geblieben ist.
00:27:33: Wenn wir sowas schaffen in einem Lernkontext das der Lernende nicht mehr vom Bildschirm wegzureißen ist Dann hast du gewonnen.
00:27:39: Aber ich habe noch nicht den einen Lernanbieter getroffen, der das Social-Mand hinbekommt, dass man sagt hey und noch eine Einheit!
00:27:47: Von daher, man darf auch nicht vergessen, sechs, sieben, acht Stunden vom Bildschirm zu sitzen, Monotonen und sich Wissen zuzuführen.
00:27:54: Das stresst's!
00:27:56: Wenn ich aber in einem Trainingsraum sitze, wenn ich was anfassen kann?
00:27:59: Wenn ich haptik hab', wenn ich sprechen kann, wenn mich in den Pausen austauschen darf... Wenn ich einen guten Kaffee bekomme oder in unserem Fall ja in unseren Trainingsstätten ein Eis kremen.
00:28:10: Ja das sind solche Themen.
00:28:13: dann wird lernen zum Erlebnis
00:28:14: Dann wird es zum Binge Learning quasi.
00:28:16: Das
00:28:17: wäre natürlich cool!
00:28:18: Sehr schön, kommen wir zu einem etwas ich sage mal nicht daran am Thema nämlich das Thema Budget und Ressourcen.
00:28:26: da war auch in der Weiterbildung Studie ein gewisser Fokus drauf gelegt worden.
00:28:32: Was für mich persönlich überraschend war, vielleicht hiegt es aber auch daran dass ich selber in der Weiterbildungsbranche bin ist die das Budget was pro Kopf pro Mitarbeiter pro Jahr ausgegeben wird.
00:28:43: und zwar hat die Studie herausgefunden bzw.
00:28:46: die Ergebnisse haben gesagt Sechsundachzig Prozent der Unternehmen weiter Bildung als Benefit bei sich anbieten.
00:28:54: Allerdings investieren ein Drittel, also neunundzwanzig Prozent in etwa nur fünfhundert Euro oder weniger pro Mitarbeiterbeitenden für
00:29:03: Weiterbildung.".
00:29:05: Da hatte ich auch im letzten Mal das große Beispiel aufgeschlagen viele Messebesuche allen voran jetzt sind die OMR die kosten schon fast fünfhunder Euro dann wäre das Budget ja schon aufgebraucht, glaubst du man spart da am falschen Ende?
00:29:17: Ich glaube mal muss schauen wie diese Zahl zustande kommt.
00:29:20: Das hat nichts mit Sparen zu tun.
00:29:22: das hat vor allem was damit zu tun dass Bildung an vielen Ecken kostenfrei geworden ist.
00:29:27: Das heißt das Geld das dafür ausgegeben wird.
00:29:28: also man hätte vielleicht mehr ausgegeben aber man hat die Grenzkosten für digitales Lernen gehen ja gegen null.
00:29:36: So Veranstaltungen wie die OMR oder andere Messebesuche sind mit Symposien etc.
00:29:40: angereichert,
00:29:42: d.h.,
00:29:42: die Wissensformate werden auch günstiger.
00:29:45: Das ist das eine!
00:29:46: Ich glaube also nicht dass es ein Sparzwang der Unternehmen ist.
00:29:50: Dann kommt auch mit hinzu, dass viele Unternehmen und ich sprache eben die Gruppengröße von fünf und mehr an einfach sich Inhausseminare leisten.
00:29:58: Und ein Inhaosseminar günstiger und kosteneffizienter, weil ich eine größere Gruppe trainieren kann zu einem fixen Preis.
00:30:05: Ja.
00:30:05: Das heißt wenn man auch hier wieder also durch die Anzahl der Teilnehmenden teilt wird er in West kleiner.
00:30:12: Und dementsprechend ist diese Zahl ein bisschen mit Vorsicht zu genießen.
00:30:15: Also es ist... Ich glaube nicht dass Unternehmen weniger ausgeben dafür.
00:30:18: Ich glaube einfach das es in Summe günstig geworden ist.
00:30:20: Weil sonst würden ja die Anzahlen der Lernenden zurückgehen und das tun sie ja nicht!
00:30:26: Diese Zahlen steigen ja.
00:30:28: Das stimmt gut.
00:30:31: Jetzt können wir sagen, Weiterbildung ist wichtig und das wissen auch die meisten Unternehmen.
00:30:36: Und wenn Budget nicht unbedingt das Problem ist – im Gegenteil, das Angebot wird immer größer und im besten Fall auch günstiger – müsste man sich ja jetzt auch fragen, warum ist es denn strategisch schon nicht so gut eingebaut?
00:30:50: Eine mögliche Antwort könnte in dem Zuge auch sein!
00:30:53: Weil man vielleicht auch Schwierigkeiten hat, Weiterbildung messbar zu machen.
00:30:57: Also was hat denn Weiterbildung überhaupt gebracht?
00:30:59: Bin ich denn jetzt meine mitarbeitenden halben Tag Freistelle und sie dann Seminarschicke?
00:31:05: Viele Unternehmen wie gesagt haben gesagt dass Weiterbildung wichtig ist.
00:31:09: Deswegen die Frage an dich Wie macht man denn Weiterbildung überhaupt sichtbar beziehungsweise messbar?
00:31:15: Das ist eine gute Frage!
00:31:19: Natürlich hab ich eine Herausforderung.
00:31:21: Also in der Regel, wenn ich eine ... Ich sag das eben bereits, eine Herausforderungen legaler Natur habe, Compliance oder so weiter, dann mach' ich's messbar, indem ich einfach sagen kann ja, ich bin jetzt compliant.
00:31:32: Ich habe Menschen geschult und ausgebildet.
00:31:36: Wenn die Weiterbildung aber an meiner Wertschöpfung orientiere, dass die Menschen Skills lernen, die zu mehr Produktdurchsatz-, Produktumsatz- oder Ähnlichem führen, dann merk' ich es natürlich an meinen Zahlen.
00:31:48: an meinen Kennzahlen, dafür brauche ich Kennzahl.
00:31:52: In Summe muss sich ja meine Organisation weiterentwickeln und deshalb ... ist, dass dieser Tone from the top die Führung so wichtig.
00:32:00: Wenn wir also Lerninitiativen ausloben, wenn die gewisse Skills auslohen, dann muss man auch mit einem gewissen langen Atem dranbleiben.
00:32:09: Also es ist leider nicht so ... Dass wir in den Seminar gehen und hinterher rausgehen und sagen cool ich kann jetzt Kung-Fu oder was auch immer das wird nicht passieren sondern das braucht ja dann auch Zeit, also das Gelernte zu trainieren und zu implementieren.
00:32:26: Und dafür müssen Unternehmen auch die Räume geben.
00:32:30: Das braucht dann Zeit bis das Gelernte durch stetige Trainieren wirklich seine Wirkung erzeugen
00:32:38: kann.".
00:32:39: Entsprechend ist doch auch die Fluktuationsrate ein guter Indikator, oder?
00:32:42: Je länger jemand Mitarbeiter bleibt und das Gefühl hat sich weiterentwickeln zu können im Unternehmen.
00:32:48: Das würde ich jetzt nicht sagen.
00:32:50: Da sind wir in Deutschland einzigartig, dass wir als Unternehmen den Mitarbeitenden Training anbieten.
00:32:58: Wenn man das auf einer globalen Ebene anschaut ... Sind die Mitarbeitende oder sind die Menschen eigentlich für ihre eigene Employability verantwortlich.
00:33:10: Also wenn ich zum Beispiel nach Singapur gehe, dort im Bereich der Bauindustrie unterwegs bin dann hat jeder Mensch, der auf dem Bau arbeitet dafür zu sorgen dass er seine Sicherheitsschulung hat nicht der Arbeitgeber.
00:33:22: Ach so, das haben wir gar nicht bewusst.
00:33:25: Daher ist es also glaube ich und da werden mir auch ein Schift hier haben in Deutschland in Zukunft jeder Mitarbeiter angehalten seine eigene Employability so ein Stück weit voranzutreiben.
00:33:36: Und da baue ich drauf dass wir von diesem B to B Kontext, also die HR-Abteilung sorgt sich drum, dass jemand zum Training kommt.
00:33:43: Dass wir davon wegkommen und dass du das ich zu einem Lernanbieter gehen und sagen Ich mach' das für mich mal da mit steige ich meinen Markt wert.
00:33:50: Und deshalb ist deine Frage ob die Fluktuation ein Indiz dafür ist glaube nicht mehr die Richtige.
00:33:57: Also wie können es als Unternehmen vielleicht nicht mehr schaffen Menschen nur durch angebotene Trainings zu halten?
00:34:04: Das sehen wir vor allem bei Unternehmen, die offene Trainingskataloge haben.
00:34:08: Da wird seltenes jemand einen Training besuchen was ihn beruflich weiterbringt.
00:34:13: er wird idealerweise erstmal in ein Training gehen wo er sagt da habe ich Lust drauf.
00:34:17: Ja, das stimmt.
00:34:18: So und wenn dann die Führungskraft das anweist dass man bitte da und dort hinzugehen hat weil wir brauchen das fürs Unternehmen dann wird es zwar zähneknirschend gemacht aber da ist erstmal die intrinsische Motivation gar nicht da.
00:34:30: Wenn ich aber für mich ein Zielbild habe wo ich in meiner Karriere vielleicht mal stehen will Dann warte ich doch nicht auf meinen Arbeitgeber oder mir hilft dann nehme ich das Zepter selber in die Hand und kümmere mich drum.
00:34:43: Das heißt, meine eigene Employability ist die, die ich eigentlich beeinflussen kann.
00:34:48: Was können Unternehmen an der Stelle tun?
00:34:50: Klare Karrierefader aufzeigen und dann lang dieser Karrieren fahre klare Lernimpulse setzen.
00:34:57: Dann schließt sich dieser Kreis auch wieder ein Stück.
00:35:00: Absolut!
00:35:01: Ich denke selbstständig arbeiten, selbstständisch lernen.
00:35:05: Ist etwas was zukünftig einfach umso relevanter wird.
00:35:08: gerade auch im Zuge von KI muss man da auch in gewisser Weise eine eigene Initiative zeigen, um sich da ja ich sage mal ohne ein Bärlicht zu machen für das Unternehmen weil man eben über dieses Wissen verfügt und diese Verantwortung oder Mitverantwortung hilft auch ja im Zukunft dann zukunftsfähig zu bleiben.
00:35:28: Ich würde langsam zum Abschluss des Interviewes kommen möchte aber vorher nochmal einen Blick weiter ich sag mal in die Deutschland in die Zukunft von Deutschland setzen.
00:35:38: Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, bis zu zwanzig dreißig eine Weiterbildungsquote von fünfundsechzig Prozent zu erreichen.
00:35:47: Das ist ein ja sehr hochgestecktes Ziel, hat aber bestimmt auch den Hintergrund dass es zu erreichen ist.
00:35:54: Was ist denn deine persönliche Vision für die TÜV Nordakademie um an diesem Ziel aktiv mitzugestalten?
00:36:01: Also wir müssen auf jeden Fall modern bleiben.
00:36:03: Wir müssen attraktiv bleiben.
00:36:06: Die eben angesprochenen vier Generation alle vier ansprechen das heißt sowohl die zwei drei Prozent Baby boomer die noch im beruf haben bis hin zur generation z und generation alpha die jetzt auf den mark kommen.
00:36:22: Das heißt, wir müssen sowohl jung-modern dynamisch sein als auch eher ein bisschen konservativ.
00:36:29: Wir müssen einfach alle ansprechen – das ist eine Herausforderung die wir haben!
00:36:33: Wir müssen uns ein Stück weit politisch engagieren und an den richtigen Diskussionen mit teilnehmen.
00:36:39: Dafür sind wir einer der größeren Bildungsanbieter,
00:36:42: d.h.,
00:36:42: wir dürfen unser Gewicht hier durchaus in die Waagschale schmeißen.
00:36:47: die klassischen Bildungsinstitutionen, also sprich Schule und Akademia ranrücken.
00:36:53: Und auch hier durchaus schon Berufsbilder prägen und ganz früh mit eingreifen und das relevante Wissen dort mit
00:37:03: platzieren.".
00:37:07: In Anführungszeichen nur Weiterbildungsanbieter als Akademie.
00:37:10: Wenn du dich jetzt mit einem Satz an alle Unternehmen richten könntest in Deutschland, den du Weiterbildung anbieten möchtest?
00:37:17: Was wäre deine wichtigste Botschaft als letzter Satz hier?
00:37:20: Stay curious!
00:37:21: Also bleibt interessiert an dem was da draußen passiert und sucht euch Bildungsan bieter aus die eben diese Kuriosität so ein Stück weit auch beflügeln und weiter voranbringen.
00:37:33: Vielen Dank fürs Interview
00:37:34: Danke dir.
00:37:35: Was bleibt also für mich aus dieser Folge Hängen?
00:37:38: Also, für mich bleibt auf jeden Fall Hängen und das war auch das Resümee was ich nach der ersten Folge zur Weiterbildungsstudie gehabt hatte.
00:37:45: Es ist nämlich dass wir kein Bewusstseinsproblem – mit mir meine ich die deutsche Unternehmen – kein Problem darüber haben, dass Weiterbildung durchaus wichtig ist und eine entscheidende Frage für die Zukunft ist.
00:37:57: Was aber fehlt, ist eben die strategische Einbettung von Weiterbildung in die Unternehmensziele Und damit ist auch klar, dass Weiterbildung lange nicht mehr nur ein Thema für Personalentwicklung oder für einzelne engagierte Mitarbeitende ist.
00:38:09: Sondern eben auch eine echte Zukunftsfrage!
00:38:13: Vielleicht ist das genau der Unterschied zur Folge zuvor?
00:38:16: Denn mit Patrick Gehräu vom TÜV-Verband haben wir viel über die Studienergebnisse gesprochen – über die Zahlen und Fakten sowie über die Förderung an Unternehmen.
00:38:25: Und heute ging es stärker um die Frage, was folgt eigentlich konkret daraus?
00:38:29: Welche Umsetzungsideen, welche Umsetzung problematiken und welche Wünsche ergeben sich für Unternehmen, die jetzt umzusetzen sind.
00:38:38: Nicht nur für Unternehmen sondern auch für die Ansicht auf Lernkultur, auf Budgets, auf Strategie und ehrlicherweise auch auf uns als Weiterbildungseinbieter.
00:38:48: Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann hört auch gerne in die vorherige Episode rein zur Weiterbildungsstudie, mit Patrick Gelroy vom TÜV-Verband, falls ihr das nicht eh schon getan habt.
00:38:59: Wenn ihr selbst gerade vor der Frage steht wie Weiterbildung in eurem Unternehmen strategischer, wirksamer und v.a.
00:39:04: zukunftsfähiger werden kann, dann schaut doch gerne bei uns in den Webshop vorbei – wird bieten geht so eine Vielzahl verschiedener Seminare an!
00:39:11: Alle interessiert zu findet Ihnen in Show notes.
00:39:13: Und damit danke fürs Zuhören.
00:39:14: und bis zum nächsten Folge von Wissen Kompakt.
00:39:18: Das war Wissen Kompakt.
00:39:20: Der Podcast für berufliche Weiterbildung der TÜV Nordakademie.
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